„Pastoraler Raum Erlenbach“

Was heißt das konkret bei uns in Wörth?

Im Bistum Würzburg wird viel über die „Pastoral der Zukunft“, „Pastorale Räume“ usw. geredet. So manches können Sie in der Tageszeitung oder im Internet lesen.

Doch was heißt das konkret für uns?
Wie weit sind wir?
Wie geht es weiter?

Unter dieser Rubrik möchte ich Ihnen in loser Folge jeweils einige aktuelle Entwicklungen mitteilen, damit auch Sie mitreden können und von den sicher großen Umwälzungen der kommenden Zeit nicht ganz überrascht werden.

Aktuelles

In den vergangenen Wochen fanden viele Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen zum „Pastoralen Raum Erlenbach“ statt.

Vertreter Erlenbach – Wörth

Zunächst fand ein Gespräch zwischen den hauptamtlichen Seelsorgern aus Erlenbach und Wörth, sowie Rosemarie Becker (Pfarrgemeinderat Erlenbach) und Alois Gernhart (Kirchenverwaltung Wörth) statt. Dabei wurde überlegt, wie eine mögliche Zusammenarbeit innerhalb der Assoziierung Wörths an die Pfarreiengemeinschaft Erlenbach aussehen kann. Einig war man sich darüber, dass es in nächster Zeit bei den bestehenden Strukturen bleiben soll. Absprachen geschehen dort, wo sie nötig und sinnvoll sind.

Treffen mit Generalvikar, Personalchef und Finanzdirektor der Diözese

Sowohl die Seelsorgerinnen und Seelsorger des bisherigen Dekanates Obernburg, als auch die Kirchenpfleger trafen sich in getrennten Runden mit Generalvikar Vorndran, Finanzdirektor Kunkel und Personalchef Hambitzer in Kleinwallstadt. Neben vielen Informationen seitens des Bistums wurden Fragen aus dem Dekanat aufgegriffen. Zwar wird gesehen, dass sich in verändernder Zeit auch vieles in Kirche und Seelsorge verändern wird, aber die Geschwindigkeit für vieles zu schnell war und der notwendige Austausch in letzter Zeit auch durch die Corona-Pandemie bedingt (oft) auf der Strecke geblieben ist.

Informationsveranstaltung „in solidum“

Im Martinushaus in Aschaffenburg fand eine Veranstaltung des Offizials der Diözese. Dr. Stefan Rambacher, und des Seelsorgeamtsleiters Albin Krämer für die Pfarrer am Untermain statt. Es wurde über die rechtlichen und praktischen Auswirkungen des Leitungsmodells „in solidum“ für die beteiligten Priester informiert.

Was bedeutet „Leitung in solidum“?

Das Leitungsmodell „in solidum“ versteht sich als Teammodell. Zunächst verzichten die bisherigen Pfarrer auf ihre bisherigen Pfarreien und Kuratien. Anschließend werden diese Priester zu „Teampfarrern“ für den gesamten Pastoralen Raum ernannt. Miteinander leiten diese Teampfarrer den Pastoralen Raum, wobei ein Pfarrer aus dem Team als „Moderator“ fungiert. Zu seiner Unterstützung wird ein „Kurator“ oder eine „Kuratorin“ ernannt.

Was bedeutet „Übergangsmodell“?

Alternativ bleiben die Pfarrer vorübergehend weiterhin verantwortlich für ihre bisherigen Pfarreien und Kuratien und arbeiten auf Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung im Pastoralen Raum zusammen. Sie schlagen aus ihrer Mitte einen „Kurator“ vor, der die Zusammenarbeit im Pastoralen Raum fördert. In gleicher Weise bleiben das pastorale Personal und das Verwaltungspersonal der jeweiligen Pfarreiengemeinschaft zugeordnet. Formen der Zusammenarbeit im Pastoralen Raum müssen verbindlich festgelegt werden. Der „Pastorale Raum Erlenbach“ hat sich für dieses Modell entschieden.

Treffen PGR Erlenbach – KV Wörth

Der Pfarrgemeinderat Erlenbach hatte Vertreter der Kirchenverwaltung Wörth zu einem gemeinsamen Austausch eingeladen. Alois Gernhart und Dr. Claus Latz diskutierten in Mechenhard über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Wichtig sind gegenseitige Informationen, damit man bei entsprechender Notwendigkeit auch kurzfristig Absprachen treffen kann.

Immer noch informativ

Oktober 2021

Neues Dekanat Miltenberg

Bischof Franz Jung hat zum 1. Oktober 2021 die bisherigen Dekanate aufgelöst und 9 neue Dekanate umschrieben, die in den meisten Fällen den Landkreisen entsprechen. Am 24. November 2021 wird der erste Dekan des neuen Dekanates Miltenberg in Wörth gewählt.


Pastorale Räume im Dekanat Miltenberg

Gleichzeitig hat er die neuen Pastoralen Räume errichtet.
Die Pfarrei St. Nikolaus, Wörth, wurde der Pfarreiengemeinschaft „Christus, der Weinstock“ Erlenbach angegliedert, da es keine Einzelpfarreien mehr geben soll.

  • Pastoraler Raum Amorbach
    • Pfarreiengemeinschaft Am Engelberg:
      Großheubach, Kleinheubach, Laudenbach, Rüdenau
    • Pfarreiengemeinschaft Kirchzell:
      Kirchzell, Breitenbach, Preunschen, Watterbach, Breitenbuch
    • Pfarreiengemeinschaft Um den Gotthard:
      Amorbach, Beuchen, Boxbrunn, Reichartshausen

  • Pastoraler Raum Elsenfeld
    • Pfarreiengemeinschaft Christi Himmelfahrt:
      Hausen, Kleinwallstadt
    • Pfarreiengemeinschaft Christus Salvator:
      Elsenfeld, Eichelsbach, Rück-Schippach
    • Pfarreiengemeinschaft Maria im Grund:
      Leidersbach, Ebersbach, Roßbach, Volkersbrunn
    • Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus:
      Soden, Sulzbach, Dornau

  • Pastoraler Raum Erlenbach
    • Pfarreiengemeinschaft Christus, der Weinstock:
      Erlenbach, Mechenhard, Streit, Wörth
    • Pfarreiengemeinschaft Johannes Nepomuk:
      Klingenberg, Röllfeld, Trennfurt
    • Pfarreiengemeinschaft St. Wendelinus:
      Mönchberg, Röllbach, Schmachtenberg, Sommerau, Hobbach

  • Pastoraler Raum Miltenberg
    • Pfarreiengemeinschaft Faulbachtal:
      Altenbuch, Breitenbrunn, Faulbach
    • Pfarreiengemeinschaft St. Antonius Erftal und Höhen:
      Eichenbühl, Heppdiel, Schippach, Neunkirchen, Richelbach, Umpfenbach, Riedern, Guggenberg
    • Pfarreiengemeinschaft St. Martin
      Bürgstadt, Miltenberg, Breitendiel, Mainbullau, Wenschdorf
    • Pfarreiengemeinschaft St. Nikolaus Süd-Spessart:
      Dorfprozelten, Fechenbach, Reistenhausen, Stadtprozelten, Neuenbuch

  • Pastoraler Raum Obernburg
    • Pfarreiengemeinschaft Großwallstadt – Niedernberg:
      Großwallstadt, Niedernberg
    • Pfarreiengemeinschaft Lumen Christi entlang der Mömling:
      Eisenbach, Mömlingen, Obernburg

„Übergangsmodell“ im Pastoralen Raum Erlenbach

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Pastoralen Raum Erlenbach haben sich für das „Übergangsmodell“ entschieden. Das bedeutet, dass die Pfarrer Reinhold Ball, Klingenberg, Franz Kraft, Erlenbach, Franz Leipold, Röllbach, und Wolfgang Schultheis, Wörth, weiterhin die Leiter ihrer verliehenen Pfarreien und Kuratien bleiben. Zudem wird ein „Kurator“vom Generalvikar ernannt, welcher die Koordination innerhalb des Pastoralen Raumes und die Vertretung außerhalb und auf Dekanatsebene wahrnimmt.

August / September 2021

Die Kirchenverwaltung St. Nikolaus hat entschieden, dass die Einzelpfarrei Wörth sich der Pfarreiengemeinschaft „Christus, der Weinstock, Erlenbach“ assoziiert.
Diese Entscheidung war notwendig geworden, weil Bischof Franz Jung beschlossen hat, dass es keine Einzelpfarreien unter einer bestimmten Größe mehr geben soll.

Auf das konkrete Gemeindeleben bei uns in Wörth hat das zunächst keine Auswirkungen, da wir in einigen Bereichen bereits seit Jahren mit den Erlenbacher Gemeinden zusammenarbeiten (gemeinsame Firmung, Pfarrer zu vielen Gottesdiensten im Krankenhaus Erlenbach, sowie in Mechenhard…) und weitere Schritte momentan nicht erforderlich sind.

Die Pfarrer der beteiligten Gemeinden (Reinhold Ball, Franz Kraft, Franz Leipold, Wolfgang Schultheis) haben überlegt, dass ein Antrag auf das „Übergangs-Modell“ gestellt wird. Dies besagt, dass alle Pfarrer weiterhin leitende Pfarrer ihrer ihnen übertragenen Pfarreien und Kuratien bleiben. Es wird zunächst kein „Moderator“ bestellt, sondern lediglich ein „Kurator“, der für notwendige gemeinsame Treffen und Absprachen unter den Haupt- und Ehrenamtlichen im Pastoralen Raum sorgen soll.

Vertreter der Pfarreien (Pfarrgemeinderäte) haben sich getroffen, um sich kennenzulernen. Konkrete Beschlüsse wurden nicht gefasst.

Ende September trafen sich die Kirchenpfleger und Kirchenrechner, ebenfalls um sich kennenzulernen und Fragen für das Treffen mit dem Generalvikar, dem Personalchef und Finanzdirektor im Oktober zu sammeln. Konkrete Entscheidungen sind auch hier zunächst nicht geplant.

Juli 2021

Brief des Generalvikars an die ehrenamtlich Engagierten in den Pastoralen Räumen, sowie an die Seelsorgerinnen und Seelsorger zur Einführung des Leitungsmodells „in solidum“

Archiv

Wolfgang Schultheis