Corona – Ostern – und was dann?

Wie geht es weiter mit dem gottesdienstlichen Leben bei uns?
Wie geht es weiter mit dem gemeindlichen Leben?
Wie geht es weiter mit dem gelebten Christentum bei uns?
So wie bisher kann es wohl nicht weitergehen!
Aber wie soll es weitergehen?

Der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx sagt: Die Gottesdienstverbote sind sehr gut begründet.

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Erzbischof Heiner Koch aus Berlin sagt: „So eine Zeit habe ich noch nie erlebt“

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Eine „Fixierung auf die Eucharistie“ beobachtet der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer in der Corona-Krise. Es habe in der Geschichte des Christentums Zeiten gegeben, in denen Menschen nicht an Messen teilnehmen oder die Kommunion empfangen konnten, sagte er am Sonntag im Deutschlandfunk. „Deshalb ist aber nicht der Glaube zusammengebrochen.“ Angesichts von leeren Kirchen herrsche derzeit bisweilen eine Stimmung, „als bräche alles zusammen. Das ist falsch, das ist eine Engführung“, kritisierte der Bischof.
Wilmer fügte hinzu, er sei kein Freund davon, wenn zu viele Gottesdienste parallel gestreamt würden. Dies zeige, „wie verarmt wir sind“, sagte er: Es könne nicht sein, „dass wir nur auf die Eucharistie fixiert sind“. Zudem gäben leere Kirchen möglicherweise einen Vorgeschmack auf die Zukunft.
Prinzipiell sei ihm ein „Glaube ohne Vernunft“ suspekt, fügte der Bischof hinzu. So sei es kritisch zu sehen, wenn manche Gläubige das Coronavirus als göttliche Botschaft deuteten oder Weihwasser eine medizinische Wirkung zusprächen. Er finde es schwer zu ertragen, wenn die Realität zu leicht genommen werde „und wir dann ankommen mit Weihwasser und Praktiken, die jeder Vernunft entbehren“.
Die aktuellen Ereignisse zeigten, dass das Leben unberechenbar sei, betonte Wilmer. „Die Wahrheit ist, dass wir das Eckige, Kantige in unserem Glauben rundgeschliffen haben. Die Wahrheit ist, dass wir Gott in eine Schachtel gepresst haben, eine runde Schleife drumgebunden haben und denken: Wir haben’s, so ist er“, kritisierte der Bischof. Dabei bleibe Gott ein Geheimnis. „Er ist nicht jemand, den wir mit Opfern besänftigen können, den wir irgendwie magisch dominieren könnten, den wir in eine bestimmte Ecke drängen könnten.“ (KNA)


Der Kirchenrechtler Heribert Hallermann fordert: Die Kirche braucht einen „Wiederaufbauplan“ für die Zeit nach Corona, denn in dieser Zeit werden die Defizite der Kirche klar erkennbar.

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Tilman Kleinjung (Redaktion Religion und Orientierung beim Bayerischen Rundfunk) stellt fest: „Eine Lehre aus der Krise: Die Kirche hat keine digitale Infrastruktur“ und er hinterfragt kirchlichen Aktionismus.

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