Herzlichen Glückwunsch unseren Firmlingen

Aus Wörth wurden gefirmt:

Baustelle Leben:
Firmlinge auf Spurensuche im Jugendhaus St. Kilian

Wer bin ich eigentlich? Welchen Plan hat Gott für mein Leben und welcher „Geist“ leitet mich dabei? Mit diesen Fragen im Gepäck machten sich 18 Jugendliche unseres Pastoralen Raums auf den Weg zu einem intensiven Firm-Wochenende im Jugendhaus St. Kilian. Unser Ziel war es, die 14-Jährigen genau dort abzuholen, wo sie stehen: mitten in der Suche nach dem eigenen Weg, zwischen großen Hoffnungen und berechtigten Zweifeln.

Unter der Leitung von Annette Sobań, unterstützt durch das „Firmteam“, bestehend aus dem Pastoralreferenten Thomas Schmitt und die ehrenamtliche Helferin Rosemarie Becker, sowie Erwin Sickinger, der krankheitsbedingt im Hintergrund bzw. in der Planung engagiert mitwirkte, wurde das eigene Leben der Jugendlichen als spannende „Baustelle“ in den Blick genommen. Dass Glaube auch Gemeinschaft bedeutet, zeigte sich in der Freizeit beim Kickern, Musizieren und dem Wiederfinden von Freundschaften. Ein tolles Miteinander herrschte auch beim gemeinsamen Anpacken in der Küche – ein kulinarisches Highlight waren dabei die selbstgemachten Burger am Samstagabend.

Gott als Architekt und Jesus als „Vorbild / Vorarbeiter“

Angelehnt an die Geschichte der drei Steinmetze entdeckten die Jugendlichen: Wir sind keine Zufallsprodukte, sondern von Gott als Originale gewollt. Das gilt auch dann, wenn es im Alltag, gerade in diesem Alter, mal drunter und drüber geht. Bei Streit, Selbstzweifeln oder der Suche nach dem eigenen Wohlfühl-Platz in der Familie und der Schulklasse kann sich schnell ein belastender „Ungeist“ breitmachen. In Kleingruppen wurde Jesus hier neu entdeckt: als „Vorbild“ oder um im Bild der Baustelle zu bleiben als „Vorarbeiter“ der anhand der Biblischen Erzählungen Leitlinien für unser Leben gibt, als „Bodyguard“, der einem den Rücken stärkt, als „Mutmacher“ bei Mobbingerfahrungen oder als „Bester Freund“, bei dem man keine Maske braucht.

Gipsmasken und der „Gute Geist“

Ein kreatives Highlight war das Gestalten von Gipsmasken. Während der Gips trocknete, hatten die Jugendlichen einen Moment, um über das eigene Spiegelbild und das wahre Ich nachzudenken. In einer intensiven Einheit zum Heiligen Geist unterschieden wir gemeinsam zwischen dem „Guten Geist“, den sie in ihrem Alltag kultivieren wollen, und dem „Ungeist“, den es von der eigenen Baustelle zu bannen gilt. Es ging um die die Entscheidung, dem „Ungeist“ keinen Raum zu geben und stattdessen als Christ Verantwortung zu übernehmen. Die Botschaft: Wir können Gottes Power vertrauen, gerade wenn wir uns mutlos fühlen oder alles drunter und drüber geht.

Realitätscheck und feierlicher Abschluss

Besonders lebendig wurde es beim „Außeneinsatz“: Die Firmlinge interviewten Passanten in der Miltenberger Altstadt zu ihrem Halt im Glauben. Den spirituellen Schlusspunkt bildete eine stimmungsvolle Wort-Gottes-Feier in der Hauskapelle. Hier brachten die Jugendlichen ihre Erfahrungen und Fragen noch einmal vor Gott und feierten ihre Gemeinschaft als junge Christen.

Ein herzliches Dankeschön

Ein Wochenende wie dieses lebt vom Vertrauen und der Vorbereitung. Ein großer Dank gilt dem gesamten „Firmteam“ für das Herzblut, die wertvollen Impulse in der Planung im Vorfeld und die Unterstützung vor Ort. Ebenso danken wir den Firmlingen und ihren Eltern für das uns geschenkte Vertrauen. Allen, die zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen haben, ein herzliches „Vergelt’s Gott“.

Wir wünschen unseren Firmlingen, dass sie den „Guten Geist“ dieser Tage mit in ihren Alltag nehmen.

Gottes Segen auf all euren Wegen!