Zukunft des Pfarrzentrums

Ergebnis der Sitzung der Kirchenverwaltung

Am 27. April 2018 trafen sich in Wörth die Mitglieder der Kirchenverwaltung mit Bürgermeister Andreas Fath und Herrn Krebs von der Bischöflichen Finanzkammer, um über die weitere Zukunft des Pfarrzentrums zu beraten. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass ein weiterer Betrieb in bisheriger Form nicht möglich ist, da neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu finden und die bisherigen an ihrer Leistungsgrenze angelangt sind. Außerdem ist die finanzielle Zukunft nicht gesichert, da – wie  bereits veröffentlicht – Renovierungsmaßnahmen im Altbau anstehen.

In ihrer Sitzung am 14. Mai 2018 hat die Kirchenverwaltung hierzu unter anderem wie folgt beschlossen:

  • Die Kirchenverwaltung St. Nikolaus beschließt, das Pfarrzentrum zu veräußern.
  • Die Art der Veräußerung (Verkauf, Pacht, Erbpacht, Miete…) wird eigens beschlossen.
  • Es werden umgehend mit Unterstützung der Bischöflichen Finanzkammer Verhandlungen mit der Stadt Wörth am Main aufgenommen.
  • Der Kaufpreis bzw. Miet- oder Pachtzins wird in Zusammenarbeit mit der Bischöflichen Finanzkammer festgelegt. Dabei ist auf die Belastung der Kirchenstiftung durch Zins und Tilgung vorhandener Kredite zu achten.
  • Falls die Verhandlungen mit der Stadt Wörth scheitern, werden anderweitige Investoren gesucht.
  • Der Betrieb im Pfarrzentrum seitens der Pfarrei St. Nikolaus endet am 31. Dezember 2018.
  • Der Vertrag mit der Stadt Wörth über den Betrieb der Stadtbibliothek muss den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Info vom 24. April 2018

Wie geht es weiter mit dem Pfarrzen­­­­trum St. Nikolaus?
Wird es komplett vermietet oder verkauft, für andere Zwecke umgebaut oder gar abgerissen?

Seit über einem Jahr sucht der Pfarrzentrumsverwaltungsrat, dem der laufende Betrieb seitens der Kirchenstiftung aufgetragen ist, nach neuem Personal, welches für Übergaben und Vermietungen, aber auch für eigene Veranstaltungen Verantwortung übernimmt. Doch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind – wenn überhaupt – nur schwer zu finden. Gerade in der zurückliegenden Faschings-Saison zeigte sich das mehr als deutlich. Dabei sind die bisherigen Verantwortlichen, die dies alles ehrenamtlich stemmen, an ihrer Belastungsgrenze angelangt. Bei weit über 50 größeren Veranstaltungen im Jahr, an welchen das Pfarrzentrum extern vermietet wird, sowie den vielen regelmäßigen Terminen während der Woche, ist das kein Wunder.

Dazu kommt, dass die Pfarrei sich mangels Kandidaten nicht in der Lage sah, einen neuen Pfarrgemeinderat zu wählen. Somit schrumpfte der Verwaltungsrat des Pfarrzentrums um die fehlenden zwei Delegierten. Auch der als Konsequenz im Herbst stattgefundene „Zukunfts-Abend“ der Pfarrei brachte keine Lösung. Vielmehr war seitens vieler Vertreter pfarrlicher Gruppen und Verbände eine gewisse Ignoranz für dieses Thema zu spüren, was bereits bei zwei vorausgegangenen Treffen des Pfarrzentrumsverwaltungsrates mit den Verantwortlichen dieser Gruppen angeklungen war.

Die Frage, die sich in der Konsequenz stellt, lautet: Braucht die Pfarrei dieses Haus? Wie oft nutzt sie es überhaupt für sich selbst? Können wir uns auf Zukunft hin ein Pfarrzentrum leisten, das die Pfarreimitglieder nicht wollen?

Wir haben keinen Hausmeister. Nicht nur die Hausmeisterwohnung, sondern der komplette Altbau (Jugendheim) ist in den kommenden Jahren sanierungsbedürftig, vor allem das Dach. Zudem wird für den Pfarrer-Kerber-Saal eine neue Bestuhlung fällig.

Wie soll das von wem geschultert werden? Aus diesem Grunde finden in diesen Tagen Gespräche mit Bürgermeister Andreas Fath und der Abteilung Liegenschaften der Bischöflichen Finanzkammer statt, um nächste Schritte zu überlegen und einzuleiten. Da im Herbst die Neuwahl der Kirchenverwaltung stattfindet, ist nur wenig Zeit vorhanden.

Wolfgang Schultheis, Kirchenverwaltungsvorstand